Der Beauftragte für Belange von Menschen mit Behinderungen

Prof. Dr. Daniel Bieber, geboren am 02.04.1956 in Treysa, wurde vom Landtag des Saarlandes am 12.2.2020 zum Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen gewählt. Er war seit 2004 Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft in Saarbrücken. An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg hat er seit 2006 eine Honorarprofessur inne. Vor seiner Zeit im Saarland war er in Frankfurt am Main, München und Berlin in der Forschung und der Forschungsförderung tätig.

Aufgaben des Beauftragten

Die Aufgaben des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen bestehen darin, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland voranzutreiben. Dabei ist er Ansprechpartner für alle, die aufgrund nicht ausreichend angepasster Umwelten nicht gleichberechtigt am sozialen Leben teilhaben können oder in ihrer selbstbestimmten Lebensführung eingeschränkt sind. Er berät Parlament und Regierung in den Grundsatzangelegenheiten von Menschen mit Behinderungen. Die Öffentlichkeit zu informieren über die Anliegen von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen gehört ebenso zu seinen Aufgaben wie die Mitarbeit in regionalen und überregionalen Gremien und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Akteuren in der Großregion. Auch der Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen für Frauen mit Behinderungen ist ihm ein Anliegen. 

Der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen nimmt eine zentrale, unabhängige und beratende Stellung beim Saarländischen Landtag ein.

Prof. Dr. Daniel Bieber

Prof. Dr. Daniel Bieber

Gesetz Nr. 1541 zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Saarland
(Saarländisches Behindertengleichstellungsgesetz - SBGG)

Gesetz als PDF-Datei (99 KB)


Prof. Dr. Daniel Bieber

Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder Straße 7
66119 Saarbrücken
Telefon: +49 (0) 681-5002-545
Fax:  +49 (0) 681-5002-333 545
E-Mail:   E-Mail anzeigen
Website:  http://www.landtag-saar.de


Koordination des Büros

Iris Bost
Telefon: +49 (0) 681-5002-546
E-Mail:   E-Mail anzeigen
Team-Mail: E-Mail anzeigen

Anstehende Termine:

Sitzung des Landesbeirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Saarland

am 22. September 2022, ab 09:30 Uhr im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
Raum E 003, Franz-Josef-Röder-Str. 17, 6119 Saarbrücken

Tagesordnung folgt...

Treffen der Kommunalen Behindertenbeauftragen

am 23. September 2022, ab 09:00 Uhr im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
Raum E 003, Franz-Josef-Röder-Str. 17, 6119 Saarbrücken

Tagesordnung folgt...

Pressemitteilungen

Politik für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen muss eine größere Rolle spielen

Der Landesbehindertenbeirat fordert die künftige Landesregierung dazu auf, die Politik für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärker in den Blick zu nehmen und notwendige Verbesserungen umzusetzen. Dringender Handlungsbedarf besteht hierbei in verschiedenen Politikfeldern.

Wer bspw. nicht ohne Weiteres von A nach B gelangt, wer Gebäude aufgrund von Treppen nicht betreten oder wer sich auf Webseiten öffentlicher Stellen nicht informieren kann, wird behindert, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Deshalb ist die Herstellung umfassender Barrierefreiheit unerlässlich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Insbesondere die Barrierefreiheit des öffentlichen Personennahverkehrs im Saarland ist stark ausbaufähig, z.B. bei barrierefreien Bahnhöfen und Bushaltestellen und dies auch im Vergleich zu anderen Bundesländern. Nachholbedarf besteht im Saarland auch bei der digitalen Barrierefreiheit. Obwohl Webseiten und Anwendungen von öffentlichen Stellen bereits seit 2019 gemäß Bundesrecht barrierefrei sein müssen, ist dies noch nicht überall umgesetzt. Wichtig ist zudem ein stärkerer Fokus auf bauliche Barrierefreiheit. Dort, wo die Landesbauordnung Regeln vorsieht, ist es notwendig, deren Umsetzung strenger zu kontrollieren und Verstöße auch deutlich zu sanktionieren – im Zweifel bis hin zu Nutzungsversagungen. Zudem muss sichergestellt werden, dass der Zugang zum Gesundheitswesen verbessert wird sowie Arzt- und Therapiepraxen und Apotheken barrierefrei erreichbar sind. Schließlich mangelt es nicht nur an bezahlbarem, sondern auch an barrierefreiem Wohnraum.
Betrachtet man die Wohnsituation von Menschen mit Unterstützungs- oder Pflegebedarf, ist es zwingend notwendig, deren Wunsch- und Wahlrecht besser zu berücksichtigen und zu stärken. Hierzu muss die „Ambulantisierungsquote“ im Saarland weiter erhöht werden. Für alle, die in „besonderen Wohnformen“ leben, muss es ein passendes, auch altersgerechtes Platzangebot geben. Es ist in diesem Sinne nicht hinnehmbar, dass eine Vielzahl von jüngeren Menschen mit Intensivpflegebedarf aufgrund eines mangelnden Platzangebotes gegen den eigenen Willen in Pflegeeinrichtungen mit einem hohen Anteil an alten, teilweise fortgeschritten dementiell veränderten Menschen leben muss.
Auch sind die Themenfelder Bildungspolitik und Arbeitsmarkt für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen von großer Bedeutung. Deshalb ist es notwendig, größere Anstrengungen bei der inklusiven Beschulung zu unternehmen, damit diese zum Regelfall wird. Hier ist es wichtig, die Inklusion in der Lehrkräfteausbildung stärker zu betonen, die Situation der Schulassistent*innen entscheidend zu verbessern und flächendeckende Nachmittags- und Ferienbetreuung auch an Förderschulen zu gewährleisten. Zudem ist es in der Heilerziehungspflegeausbildung vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und aufgrund gestiegener Anforderungen notwendig, diese an neue Gegebenheiten anzupassen, besser zu finanzieren und somit die Attraktivität des Berufes zu steigern.
Arbeitsmarktpolitisch muss es das Ziel der neuen Landesregierung sein, dass mehr Menschen mit Behinderungen dauerhaft auf dem Ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Ein mögliches Mittel hierzu ist bspw. eine freiwillig durch das Land erhöhte Beschäftigungsquote im öffentlichen Dienst. Zudem ist es wichtig, die Nutzung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente des Budgets für Arbeit und des Budgets für Ausbildung stärker zu bewerben und deren Inanspruchnahme zu erleichtern. Zudem wird die künftige Landesregierung dazu aufgefordert, sich für eine faire und auskömmliche Entlohnung der Beschäftigten in den „Werkstätten für behinderte Menschen“ einzusetzen.
Schließlich muss die politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen verbessert werden. Hierzu ist es notwendig, dass der Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen endlich eigenständig über seine Zusammensetzung entscheiden kann. Zudem muss die Rolle der meist ehrenamtlichen Kommunalen Beauftragten im Kommunalselbstverwaltungsgesetz verbindlicher geregelt werden.

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Bei Rückfragen zu den einzelnen Themenkomplexen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Daniel Bieber, Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen und qua Amt Vorsitzender des Landesbeirats
Stefan Thome, Geschäftsführer des Landesbeirats für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Die Pressemitteilung als PDF-Dokument können Sie hier gerne herunter laden (540 KB)
Politik für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen muss eine größere Rolle spielen

Saarbrücken, den 23. März 2022

Aktuelle Meldungen

Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Saarland

Der Landtag des Saarlandes hat mit Beschluss vom 13. November 1996 die Landesregierung aufgefordert, einen Landesbehindertenbeirat einzurichten. Die konstituierende Sitzung des Landesbehindertenbeirates fand am 15. Mai 1997 statt.

Durch das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Saarland (Saarländisches Behindertengleichstellungsgesetz – SBGG) vom 26.11.2003 (zuletzt geändert am 16. Juni 2019) ist die Arbeit des Landesbeirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen auf eine rechtliche Grundlage gestellt worden.

Nach dem Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetz (SBGG) ist es u. a. Aufgabe des Landesbehindertenbeirates:

  • den Landtag und die Landesregierung in allen grundsätzlichen Fragen der Politik von Menschen mit Behinderungen zu beraten,
  • Empfehlungen auszusprechen,
  • zu Gesetzen bzw. Verordnungen, Verwaltungsvorschriften und Richtlinien – soweit sie die besonderen Belange von Menschen mit Behinderungen behandeln – Stellung zu nehmen,
  • die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Verbänden zu fördern.

Die Inklusion mit dem Ziel einer Normalisierung ohne Sonderlösung besitzt wichtigste Priorität in der Arbeit des Landesbeirates. Dies entspricht auch dem Grundanliegen der UN-Behindertenrechtskonvention.

Der Landesbehindertenbeirat besteht aus 28 Mitgliedern verschiedener Verbände und Institutionen, die auf Landesebene tätig sind. Neben den Vertretern von Behindertenvereinen und -verbänden, Selbsthilfeorganisationen, Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und Sozialverbänden, der Träger der Sozialversicherung, von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen ist auch der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Landesbehindertenbeirat tätig. Es ist sichergestellt, dass der Beirat sich mehrheitlich aus Vertretern und Vertreterinnen von Organisationen und Selbsthilfegruppen der Menschen mit Behinderungen zusammensetzt.

Der Vorsitzende des Beirates ist laut SBGG die bzw. der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Die Arbeit des Landesbehindertenbeirats wird unterstützt durch eine Geschäftsstelle (derzeit vertreten durch Daniel Bieber), die durch Iris Bost unterstützt wird.

(Die Kontaktdaten von Prof. Dr. Daniel Bieber und Iris Bost finden Sie weiter oben.)

Liste der Mitglieder des Landesbeirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Saarland (LBB)
(als PDF-Datei, 154 KB)

Hier finden Sie die Geschäftsordnung, die der LBB in seiner Sitzung am 06.07.2021 verabschiedet hat. Bitte beachten Sie, dass die hier in 3.1 gefasste Regelung zur Neuaufnahme von Mitgliedern momentan noch nicht im Einklang mit gültigem Landesrecht steht. Das MSGFF hat angekündigt, zeitnah eine Verordnung der Landesregierung voranzutreiben, durch die die Selbstbestimmung des LBB gestärkt wird und durch die dieser dann entsprechend der bereits beschlossenen Geschäftsordnung neue Mitglieder aufnehmen kann.

Geschäftsordnung.pdf
(als PDF-Datei, 438 KB - barrierefrei)

Niederschrift Sitzung vom 17. März 2022:
- Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen im
Saarland -
(als PDF-Datei, 208 KB)

Niederschrift Sitzung vom 18. November 2021:
- Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen im
Saarland -
(als PDF-Datei, 1.514 KB - barrierefrei)

Bericht aus der 2. Sitzung des Saarländischen Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Am 28.06.2022 traf sich der Saarländische Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen zur zweiten Sitzung des Kalenderjahres.
Schwerpunkte waren der Austausch mit dem Landesamt für Soziales (LAS) und die Vorstellung des Selbsthilfevereins „Autismus Saarland e.V.“.
Nachdem die notwendigen Formalia abgearbeitet und die Tagesordnung bestätigt waren, stellten der Direktor, Herr Funck, und der Leiter der Abteilung D, Herr Dr. Binkert, das LAS vor. Zunächst wurde das Schwerbehindertenfeststellungsverfahren ausführlich erläutert, bevor Umstrukturierungsprozesse in der Abteilung D vorgestellt wurden, die Teil eines noch laufenden Reorganisationsprozesses sind. Im Anschluss an den Vortrag wurde die Möglichkeit zu Rückfragen und einer Diskussion rege genutzt. Es wurde sich darauf verständigt, eine Regelkommunikation zwischen LBB und LAS zu etablieren und den Austausch in ungefähr einem Jahr zu wiederholen.
Im zweiten Schwerpunkt der Sitzung stellten Herr Kopper als Vorsitzender des „Autismus Saarland e.V., Landesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus“ und Herr Giloi als Geschäftsführer des vom Verein betriebenen „Autismus-Therapie-Zentrum Saar gGmbH“ ihre Arbeit vor. Herr Giloi umriss anhand zahlreicher Beispiele zunächst das Autismus-Spektrum. Aus Sicht der Betroffenen ist es wichtig, dass Autismus nicht als eine Verhaltensstörung, sondern als eine Form der veränderten Wahrnehmung betrachtet wird, die dann zu anderem Verhalten führt. Um dies abzubilden, wurde von Betroffenen das Modell der Neurodiversität entwickelt, das sich im Sinne der UN-BRK gegen das medizinische Modell wendet, aber trotzdem Teilhabe einfordert. Im Anschluss hieran wurden verschiedene Projekte und Beratungsangebote des Vereins und des Therapie-Zentrums vorgestellt, bevor auch hier eine lebhafte Fragerunde folgte.
Vor Sitzungsende wurde beschlossen, dass der LBB zu Beginn des Jahres 2023 ein Forum zur Koordination der Aktivitäten rund um den „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ anbietet.

Die nächste Beiratssitzung ist für den 22. September 2022 geplant.

Saarbrücken, den 29. Juni 2022
- Der Geschäftsführer Stefan Thome

Kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen und Umsetzung der Gleichstellung auf kommunaler Ebene

Die Verwirklichung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen kann nur gelingen, wenn damit auf kommunaler Ebene begonnen wird. Hier haben Menschen mit Behinderungen ihren Lebensmittelpunkt, hier wollen sie soweit wie möglich am Leben in der Gemeinschaft teilhaben. Es muss deshalb eine der zentralen Aufgaben kommunaler Politik sein, sich den Herausforderungen der Schaffung von Barrierefreiheit und der demografischen Veränderungen zu stellen.
Durch das Saarländische Behindertengleichstellungsgesetz von 2003 ist die Beteiligung von kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen verpflichtend. Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände bestellen zur Verwirklichung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zur Beratung in Fragen der Behindertenpolitik jeweils eine Person, die möglichst in der Behindertenarbeit erfahren ist. Darüber hinaus und unbeschadet von dieser Regelung können Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände zur Beratung und Unterstützung der Beauftragten noch zusätzlich kommunale Beiräte für die Belange von Menschen mit Behinderungen bilden.

Zu den Aufgaben der kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen gehören insbesondere:

  • die Beratung der Gemeinden und Gemeindeverbände in allen Angelegenheiten, die behinderte Bürger betreffen, sowie
  • die Teilnahme an den Sitzungen der Vertretungsorgane der Gemeinden oder Gemeindeverbände.

Der oder die Behindertenbeauftragte soll eng und vertrauensvoll mit den Organisationen der örtlichen Behindertenselbsthilfe zusammenarbeiten.

Der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen unterstützt die Arbeit der kommunalen Beauftragten und organisiert jährlich zwei Treffen als Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

Inzwischen haben alle 52 Städte und Gemeinden sowie alle 6 Gemeindeverbände des Saarlandes kommunale Behindertenbeauftragte berufen, die die Interessen von Menschen mit Behinderungen auf lokaler Ebene vertreten. In zahlreichen Kommunen des Saarlandes engagieren sich schon seit vielen Jahren Behindertenbeauftragte, Beiräte, Vereine, Ehrenamtliche, aber auch Bürgermeister und Verwaltungen für die Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Behinderungen. Regelmäßig gibt das Büro des Landesbehindertenbeauftragten eine Synopse mit einem Überblick über die neuen kommunalen barrierefreien Maßnahmen heraus.

Zu den kommunalen Maßnahmen im Bereich „Barrierefrei leben“ gehören viele Einzelmaßnahmen wie etwa die Absenkung von Bordsteinen, die Ausstattung von Ampeln mit akustischen Signalen für Sehbehinderte und Blinde, die Schaffung von Rampen, die Erneuerung bzw. Einrichtung von Parkplätzen für mobilitätseingeschränkte Mitbürger, aber auch der behindertengerechte Umbau von Freizeiteinrichtungen. Im Bereich „Information und Kommunikation“ werden Informationsbroschüren sowie barrierefreie Internetseiten erstellt.

Kommunale Behindertenbeauftragte im Saarland

Rundschreiben des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Mit diesem Rundschreiben wollen wir Sie über aktuelle Entwicklungen informieren und Betroffenen wie Unterstützern Informationen vermitteln, die aus unserer Sicht hilfreich sein können.

Wenn Sie der Auffassung sind, dass Sie Informationen oder Hinweise haben, die im Saarland nicht ausreichend bekannt sind, aber den von uns vertretenen Menschen möglicherweise helfen, so zögern Sie bitte nicht, uns darüber zu informieren.

Hinweise und Anfragen richten Sie bitte ebenfalls an E-Mail anzeigen.

Dies ist unser erstes Rundschreiben, mit dem wir die Gelegenheit nutzen wollen, das Team vorzustellen, das im Saarländischen Landtag angesiedelt ist, um die Belange von Menschen mit Behinderungen zu vertreten.

Der Beauftragte stellt sich vor

Prof. Dr. Daniel Bieber     E-Mail anzeigen        +49 (0) 681 / 5002 – 545

Meine Aufgaben als Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen bestehen darin, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland voranzutreiben. Dabei bin ich Ansprechpartner für alle, die aufgrund mangelhaft angepasster Umwelten nicht gleichberechtigt am sozialen Leben teilhaben können oder in ihrer selbstbestimmten Lebensführung behindert werden.

Zu meinen Aufgaben gehört die Beratung des Parlaments und der Regierung in den Grundsatzangelegenheiten von Menschen mit Behinderungen, die Information der Öffentlichkeit über die Anliegen von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen ebenso wie die Mitarbeit in regionalen und überregionalen Gremien und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Akteuren in der Großregion. Auch der Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen für Frauen mit Behinderungen ist mir ein Anliegen. Wir versuchen auch – wo nötig – dazu beizutragen, dass die bestehenden Gesetze für Menschen mit Behinderungen eingehalten bzw. ihre Interessen und Bedürfnisse in die zu verabschiedenden Gesetze und Verordnungen mit aufgenommen bzw. angemessen berücksichtigt werden.

Wenn Sie sich oder Ihre Angehörigen, Freunde oder Nachbarn aufgrund einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung benachteiligt sehen, können Sie sich gerne persönlich an mich wenden. Mein Team und ich versuchen dann gemeinsam mit den Behörden des Landes und der Kommunen, wo nötig auch mit anderen Stellen, eine Lösung für Ihr Problem zu finden.

Das Team stellt sich vor

Der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen wird von einem Team unterstützt, das grundsätzlich für jedes Anliegen ein offenes Ohr für Sie hat und Ihnen gerne weiterhilft bei den folgenden Themenschwerpunkten:

Iris Bost                         E-Mail anzeigen                     0681 / 5002 – 546

Büro Koordination und Veranstaltungen, Koordination der Treffen der

kommunalen Behindertenbeauftragten, Behinderung und Sexualität,

Kultur, Freizeit, Sport und Tourismus

Roswitha Lesch               E-Mail anzeigen                    0681 / 5002 – 548

Gesundheitswesen, Pflege, Eingliederungshilfe,

Schwerbehindertenausweise und Merkzeichen, Parkerleichterungen

Sabrina Pitz                    E-Mail anzeigen                      0681 / 5002 – 549

Bildung (Kita, Schule, Aus- und Weiterbildung, Hochschule),

Gewaltschutz in Einrichtungen

Stefan Thome                 E-Mail anzeigen                  0681 / 5002 – 547

Geschäftsführer Landesbehindertenbeirat, barrierefreies
Bauen und Wohnen, barrierefreie Mobilität,

Arbeit und Arbeitsmarkt

Jürgen Christmann         E-Mail anzeigen             0681 / 5002 – 320

Digitale Barrierefreiheit

Aktuelle Informationen aus dem Saarland
Wegweiser zu psychiatrischen Angeboten

Der Wegweiser zu psychiatrischen Angeboten im Saarland wurde komplett überarbeitet und aktualisiert und informiert umfassend über Angebote zur Beratung, Behandlung, Betreuung, Tagesstruktur sowie über Selbsthilfeangebote, damit und erleichtert die Suche nach geeigneten Einrichtungen und Diensten. https://www.landtag-saar.de/media/1718/psychiatrie_wegweiser.pdf

Der Ratgeber Familienhelfer

Mit dem Ratgeber »Der Familienhelfer« erhalten Sie umfassende Informationen zu den finanziellen Hilfen für Familien, zur Unterstützung von Eltern und werdenden Eltern, zu Beratungshilfen bei der Erziehung sowie zu Ansprechpartnern und Kontaktstellen für viele Lebenslagen.

https://www.saarland.de/masfg/DE/service/publikationen/publikationen_msgff_einzeln/familienhelfer.html

Zentrale Ausländerbehörde in Lebach erleichtert Verfahren für ukrainische Flüchtlinge zur Erlangung des Aufenthaltstitels

Seit dem 09.05.2022 haben sich die Verfahrensabläufe für Geflüchtete aus der Ukraine zur Erlangung des Aufenthaltstitels geändert. Bereits in der Landesaufnahmestelle registrierte Geflüchtete aus der Ukraine können dann in einer als Großraumbüro eingerichteten Zelthalle (gegenüber Pommernstraße 1 in Lebach) ohne Termin (Montag bis Freitag zwischen 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr möglich) bei der Ausländerbehörde vorbesprechen, um ihren Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz zu erhalten. Voraussetzung ist, dass bereits eine Registrierung in Lebach vorliegt. Das saarländische Innenministerium plant derzeit Einbürgerungsanträge von Geflüchteten zu vereinfachen. Demnach sollen künftig auch andere Dokumente, wie etwa ein Personalausweis, ein Führerschein, die Geburtsurkunde oder sogar Schulzeugnisse berücksichtigt werden. Bisher ist im Saarland eine Einbürgerung nur mit einem gültigen Pass möglich. https://www.saarland.de/DE/portale/ukraine/home/home_node.html

Aufklärungskampagne Assistenzhund Willkommen der LHS Saarbrücken

Im Saarland sind schätzungsweise 150 bis 200 Personen auf einen Assistenzhund angewiesen. Ihnen wird jedoch im Einzelhandel, in Behörden und oftmals im medizinischen Bereich der Zutritt mit Hund häufig verweigert, trotz einer gesetzlichen Regelung in § 12e Behindertengleichstellungsgesetz, das zum 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Um dagegen ein Zeichen zu setzen, hat sich neben Merzig auch die Landeshauptstadt Saarbrücken und das Winterbergklinikum der Kampagne "Assistenzhunde willkommen" des Vereins Pfotenpiloten angeschlossen, um für mehr Akzeptanz zu werben. Aufkleber in allen städtischen Bereichen werden künftig darauf hinweisen, dass Assistenzhunde willkommen sind. Interessierte können sich den Aufkleber beim City Marketing der LHS besorgen. https://www.pfotenpiloten.org/

Gerontopsychiatrisches Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis

Das Gerontopsychiatrische Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis (GPND) bietet Unterstützung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige an. https://psp-homburg.de/

Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung – EUTB

Die Beratung in der EUTB steht allen Menschen mit (drohender) Beeinträchtigung und ihren Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld offen. Informationen zur EUTB finden Sie unter: https://www.teilhabeberatung.de. Hier können sich die Ratsuchenden bundesweit einen Überblick über die verschiedenen Träger verschaffen. Für das Saarland stellen die drei nachfolgenden Träger zahlreiche Informationen auf Ihrer Website zur Verfügung. Die Kontaktdaten innerhalb der einzelnen Landkreise können Sie der beigefügten Übersicht am Ende der E-Mail entnehmen. Ebenso werden regelmäßig (Online-) Vortragsveranstaltungen durchgeführt.

https://teilhabeberatung-saarland.de/ (Landesvereinigung Selbsthilfe e.V.)

https://www.eutb-saarland.de/ (Passgenau e.V.)

https://www.lebenshilfe-saarland.de/beratung/?L=0 (Landesverband der Lebenshilfe)

Pressemitteilungen des Landesbehindertenbeirates

Der Landesbehindertenbeirat forderte die künftige Landesregierung dazu auf, die Politik für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärker in den Blick zu nehmen und notwendige Verbesserungen umzusetzen. Dringender Handlungsbedarf besteht hierbei in verschiedenen Politikfeldern. Insbesondere die Barrierefreiheit des öffentlichen Personennahverkehrs im Saarland ist stark ausbaufähig, z.B. bei barrierefreien Bahnhöfen und Bushaltestellen, ebenso die Ausweitung der digitalen Barrierefreiheit, barrierefreier Zugang zum Gesundheitswesen, Schaffung von barrierefreiem Wohnraum, Schaffung neuer adäquater Unterbringungsmöglichkeiten für jüngere Menschen mit hohem Unterstützungs- oder Pflegebedarf außerhalb von Pflegeeinrichtungen, Stärkung der inklusiven Beschulung; Einführung einer flächendeckenden Nachmittags- und Ferienbetreuung auch an Förderschulen; Stärkung der Inanspruchnahme des Budgets für Arbeit und des Budgets für Ausbildung. https://www.landtag-saar.de/media/zc1jhaxt/pressemitteilung_lbb-forderungen-2022-03-21.pdf

Ausschreibung 2023: Förderpreis Leben pur

Der Förder-, der Wissenschafts- und der Innovationspreis „Leben pur“ würdigen Institutionen, Einrichtungen und Personen, die sich entweder mit einer herausragenden wissenschaftlichen Arbeit oder einem kreativen alltagsbezogenen Projekt um die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit komplexer Behinderung verdient gemacht haben. Der Förderpreis ist mit 5000 € dotiert. Einsendeschluss ist der 30.Oktober 2022. Nähere Informationen erhalten Sie unter https://www.stiftung-leben-pur.de/preise-stipendien/preise-und-stipendien-leben-pur.html.

Termine/ Veranstaltungen 

-        28.06.2022 9:30 Uhr bis ca. 13:00 Uhr

Sitzung des Landesbehindertenbeirates im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, Franz-Josef-Röder-Str. 17, 66119 Saarbrücken

-        02.07.2022 11:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

Sommerfest der Inklusion rund um den Lokschuppen in 66763 Dillingen/ Saar. Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

-        13.07.2022 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr

Kennenlern- und Planungstreffen des Inklusionsbündnisses Saar in den Räumlichkeiten der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V., Richard-Wagner-Straße 6, 66111 Saarbrücken 

-        19.07.2022 10 Uhr bis 12 Uhr

Treffen zur Rad-Demo „Inklusion rockt und rollt“ des Handiclapped e.V. in Zusammenarbeit mit dem ADFC Landesverband Saarland e.V., Treffpunkt Am Landwehrplatz in Saarbrücken

Anlage: Kurzvorstellung Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung – EUTB

Die Beratung in der EUTB steht allen Menschen mit (drohender) Beeinträchtigung, ihren Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld offen.

Sie können in einer vertrauensvollen Atmosphäre Ihre Themen der Teilhabe offen besprechen:

  • im Vorfeld der Beantragung von Leistungen, z.B. einer Leistung zur Rehabilitation oder existenzsichernden Leistungen
  • zum Umgang mit der eigenen Beeinträchtigung und möglicher Unterstützung bei der selbstbestimmten Lebensgestaltung
  • zu all Ihren Anliegen wie beispielsweise der Teilhabe am Arbeitsleben, im Bereich Bildung, Wohnen usw.

Die EUTB berät Sie unabhängig und auf „Augenhöhe“, damit Sie selbstbestimmt Entscheidungen treffen können, und zwar

  • ganz nach Ihren individuellen Bedarfen und Fragen
  • unabhängig von Trägern, die die Leistungen bezahlen, oder von Leistungserbringern und -anbietern
  • ergänzend zur Beratung anderer Stellen.

Die Grundlage der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung wurde mit dem Bundesteilhabegesetz geschaffen. Die EUTB wird auf Grundlage des § 32 Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.

EUTB Beratungsstellen im Saarland
Lebenshilfe Landesverband Saarland
Landkreis St. Wendel:

St. Floriansweg 7, 66606 St. Wendel

Anne Kiefer

Telefon: 06851 93 01 60 5

Mobil: 0170 55 46 72 1

E-Mail anzeigen

Landkreis Neunkirchen:

Bliespromenade 5, 66538 Neunkirchen

Nora Jockel-Quasten

Telefon: 06821 98 19 60 15

Mobil: 0170 69 51 68 1

E-Mail anzeigen

Saarpfalz-Kreis:

Bliespromenade 5, 66538 Neunkirchen

Julia Schmidt

Mobil: 0170 59 32 150

E-Mail anzeigen

Passgenau e.V.
Regionalverband Saarbrücken:

Lampertstr. 2-4, 66111 Saarbrücken

Janine Barrois

Telefon: 0681 844 918-30 · Fax: 0681 844 918-99

E-Mail anzeigen

Landesvereinigung Selbsthilfe e.V.
Regionalverband Saarbrücken:

Futterstr. 27, 66111 Saarbrücken

Telefon: 0681 9104770

Außenstellen in Dudweiler und Püttlingen

Annette Pauli Telefon: 0176 85 64 90 08 E-Mail anzeigen

Claudia Warken Telefon: 0152 07 52 38 89 E-Mail anzeigen

Lea Imorde Telefon: 0176 40 43 47 90 E-Mail anzeigen

Landkreis Saarlouis:

Merziger Str. 51, 66763 Dillingen/Saar

Außenstellen in Saarlouis und Schmelz

Renate Schorr Telefon: 0152 59 66 77 46 E-Mail anzeigen

Landkreis Merzig-Wadern:

Am Seffersbach 5, 66663 Merzig

Außenstellen in Wadern Andreas Klein-Bruerius

Telefon: 0152 07 52 38 17

E-Mail anzeigen

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Wegweiser zu psychiatrischen Angeboten für Erwachsene im Saarland

Wegweiser

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