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Abgesehen von vor- und frühgeschichtlichen Funden, die Zeugnisse einer frühen Besiedlung des Landes sind, kann ein Nachweis bestimmter Zivilisationen erst ab 500 v. Chr. erbracht werden. In dieser Zeit  besiedelten Kelten und Gallier als Träger der La-Tène – Kultur das Land. Die Einbeziehung der Bevölkerung
an der Saar in das römische Weltreich verlief ohne größere kulturelle Brüche. Gallische und römische Eigenheiten verschmolzen zu einer gallo-römischen Provinzialkultur. Mit der Ausdehnung des Machtbereichs von Chlodwig, König der Franken um 500 n. Chr., kam es dann zu einem ersten kulturellen Bruch für die Bevölkerung. Im Laufe weniger Generationen wurden Sprache und Kultur der Franken übernommen. Das Jahr 925 n. Chr. ist ein weiteres Eckdatum der saarländischen Geschichte.
 
Das infolge der karolingischen Reichsteilungen entstandene Mittelreich „Lotharingien“ wurde mit dem ostfränkischen (deutschen) Reich dauerhaft vereinigt. Hier ist die Zugehörigkeit des Landes zum deutschen Staatsverband begründet.
 
Die weitere Entwicklung ist durch die territoriale Aufsplitterung des Landes gekennzeichnet.
Das saarländische Landeswappen erinnert an die vier größten Territorien, die Grafschaft Saarbrücken, das Kurfürstentum Trier und die Herzogtümer Lothringen und Pfalz-Zweibrücken.
 
Erste Ansätze des Steinkohlenbergbaus und der Glasindustrie findet man ab dem 15. Jh., und mit Beginn des 16. Jh. sind Anfänge der eisenschaffenden Industrie im Gebiet an der Saar zu verzeichnen. Die damit einhergehende wirtschaftliche Blüte wurde jedoch durch den „Dreißigjährigen Krieg“ abrupt unterbrochen. Das Land hatte gemeinsam mit der Pfalz, Hessen, Württemberg, Mecklenburg und Pommern in diesem Krieg die größten Verluste an Menschen zu beklagen. Bis in das 18. Jh. hinein erholte es sich von diesem Rückschlag nicht mehr.