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Lesung des Theaters im Viertel (TiV) „Empfänger unbekannt“ - Landtagspräsident Stephan Toscani dankt Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern für ihre Projekte zur Erinnerungsarbeit in Nohfelden und Rehlingen-Siersburg

13.11.19

Auf Einladung von Landtagspräsident Stephan Toscani sowie des Beauftragten für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus, Prof. Dr. Roland Rixecker,  fand im Landtag am Mittwoch (13.11.2019) eine Lesung des TiV statt. „Empfänger unbekannt“.  Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle und der Lothar-Kahn-Schule (Gemeinschaftsschule Rehlingen-Siersburg). An beiden Schulen gibt es besondere Projekte zur Erinnerungskultur, in denen die Folgen der Nazi-Diktatur am Schulort im Mittelpunkt stehen. Stephan Toscani bezeichnete die Einladung als Würdigung dieses Engagements.

Stephan Toscani: „Ich erinnere mich gerne an die Veranstaltung „Nie wieder. Gegen das Vergessen.“ in der CEB in Dillingen im November 2018. Dort haben die Schülerinnen und Schüler der Lothar-Kahn-Schule ihr Filmprojekt „Wir erinnern für die Zukunft“ vorgestellt. Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Türkismühle-Nohfelden habe ich im August 2019 bei der Einweihung der „Wege der Erinnerung“  in Nohfelden kennengelernt. Ihr habt mich sehr beeindruckt.“

Durch diese Projekte erfahren Kinder und Jugendliche, dass Verfolgung, Unterdrückung und Mord in ihrer unmittelbaren Umgebung stattgefunden haben. Wer ist aus dem Ort verschwunden, wer hat Widerstand geleistet, wie haben sich die Vorgänge auf die Nachbarschaft und die Beziehungen untereinander ausgewirkt? Hat es jemanden interessiert, wenn plötzlich Mitschüler und Nachbarn über Nacht verschwanden?

Stephan Toscani: „Darum möchte ich in allen Landkreisen und im Regionalverband Erinnerungsorte mit Schülerinnen und Schülern besuchen. So soll die lange Geschichte jüdischen Lebens sowie Kultur und Religion vergegenwärtigt und im Bewusstsein der Schüler verankert werden. Denn an was sich erinnert wird, wird nicht vergessen und kann sich so auch nicht wiederholen.“

Der Antisemitismusbeauftragte Prof. Dr. Roland Rixecker erläuterte seine Aufgaben und führte in das Thema der Lesung ein. Er verwies auf Umfragen, die seit Jahren zeigen, dass in Deutschland 15 bis 20 Prozent der Menschen Antisemiten oder für antisemitische Parolen anfällig sind.

Roland Rixecker: „Schülerinnen und Schüler über Nationalsozialismus und Judenverfolgung aufzuklären wird schwieriger. Daher sind Projekt wie die Lesungen des TiV sehr wichtig. Sie erreichen gesellschaftliche Sensibilisierung in Bezug auf rechtsextreme, antisemitische oder rassistische Aktivitäten.“

Nach einer Diskussion über den gelesenen Text dankte Landtagspräsident Stephan Toscani den beiden Vorleserinnen Ruth Boguslawski und Eva Ohnesorg sowie dem Moderator Dieter Desgranges.

Hintergrund:

„Empfänger unbekannt“ ist der fiktive, aber auf authentische Quellen basierende Schriftwechsel zwischen den Freunden Martin Schulz  und Max Eisenstein. Als Max, der in den USA lebt, erfährt, dass seine in Deutschland lebende Schwester von Martin an die Gestapo verraten wurde, rächt er sich auf eine subtile und wirkungsvolle Weise an Martin.

Lesung EMPFÄNGER UNBEKANNT

Gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Sowie die „Partnerschaft für Demokratie“ der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Stage 2