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Der Präsident des saarländischen Landtages, Stephan Toscani, empfängt den Vorsitzenden der Synagogengemeinde Saar, Richard Bermann.


Stephan Toscani: „Der wachsende Antisemitismus in Deutschland erfüllt mich mit großer Sorge."

Am Mittwoch (02.05.2018) trafen sich der Vorsitzende der Synagogengemeinde, Richard Bermann und Landtagspräsident Stephan Toscani zu einem Gedankenaustausch über aktuelle Themen und gemeinsame Projekte. Landtagspräsident Stephan Toscani hatte zu diesem Gespräch eingeladen. 

Richard Bermann erläuterte, dass auch im Saarland der Antisemitismus in den letzten Jahren zugenommen habe. Er zeigte Fotos von geschändeten Friedhöfen und Hassmails, die anonym an Jüdinnen und Juden geschickt wurden. Hierzu erklärte Landtagspräsident Stephan Toscani, dass er die Entwicklung ebenfalls mit Sorge betrachte: „Ich möchte, dass bei uns im Saarland jüdische Mitbürgerinnen ohne Angst vor gewalttätigen Übergriffen leben können und ihre Religionszugehörigkeit nicht verstecken müssen."

Weitere Schwerpunkte des Gesprächs waren die Vorbereitungen für den Gedenktag  9. November, dem Tag an dem vor 80 Jahren die Synagogen in Deutschland brannten, Juden verprügelt, eingesperrt und getötet wurden, sowie den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2019. Landtagspräsident Stephan Toscani sagte seine Unterstützung und seine Teilnahme an dem Erinnerungsmarsch am 9. November zu.  Geplant ist, auf dem Weg vom Hauptbahnhof bis zur Synagoge in Saarbrücken an verschiedenen Stationen an die Ereignisse vor 80 Jahren zu erinnern.

Richard Bermann und Stephan Toscani sind sich darüber einig, dass die Erinnerungsarbeit in den Schulen eine wichtige Rolle spielt und dass dafür neue Formen gefunden werden müssen, da es immer weniger Zeitzeugen gibt. Bei Veranstaltungen rund um den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2019, der im Landtag stattfindet, sollen Schülerinnen und Schüler die Chance haben, sich mit eigenen Projekten einzubringen.

Landtagspräsident Stephan Toscani sagte abschließend zu, dass bei den Vorbereitungen enger Kontakt zu der Synagogengemeinde gepflegt werde.