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Landtag des Saarlandes gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus


Landtag des Saarlandes gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Auch zum diesjährigen Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau legte Landtagspräsident Klaus Meiser zum Gedenken an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus gemeinsam mit dem Zeitzeugen Rudolf Steinbach  am Gestapo-Lager Neue Bremm einen Kranz nieder.

Anschließend gedachten mehr als 200 Gäste des öffentlichen Lebens im Landtag dieses Tages. Neben zahlreichen Mitgliedern des Landtages nahmen Opfer des Nationalsozialismus, deren Familienangehörige sowie Vertreter des Verbandes der Sinti und Roma, der jüdischen Gemeinde, der christlichen Kirchen und der Bundeswehr an der Veranstaltung teil.

Landtagspräsident Meiser rief die Anwesenden dazu auf, nicht nur das Grauen dieser Zeit des Krieges, der Verfolgung und des millionenfaches Mordes in Erinnerung zu behalten, sondern allen Versuchen der Intoleranz die Werte von Demokratie, Freiheit und Toleranz wie sie im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben sind, entgegenzusetzen.

Anschließend erinnerte Frau Diana Bastian vom Landesverband der Sinti und Roma an das besondere Schicksal dieser Minderheit in der Zeit des Nationalsozialismus. Der KZ-Überlebende Rudolf Steinbach erzählte dann im Gespräch mit Schülerinnen  des Deutsch-Französischen Gymnasiums von den Verbrechen der Nationalsozialisten. Der heute 89-jährige Rudolf Steinbach wurde gemeinsam mit seiner Familie in seinem Wohnort Koblenz abgeholt und in das KZ Auschwitz – Birkenau deportiert. Nur er überlebte die Hölle mehrerer Konzentrationslager, seine gesamte Familie wurde umgebracht. Im Gespräch mit den beiden Schülerinnen appellierte er an die besondere Verantwortung der Jugend, besonders wachsam zu sein und sich von einem solchen Mob nicht blenden und vereinnahmen zu lassen.