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Europa-Klassen 2021 im Landtag des Saarlandes im Onlineformat

07.05.2021

Parlamentarier diskutierten mit Schülerinnen und Schülern über die Zukunft Europas und der Großregion

„Europa startet durch! – Meine Ideen, meine Zukunft“ lautete das Motto der desjährigen Europaklassen, bei denen am Freitag, 7. Mai 2021, rund 50 Schülerinnen und Schüler aus Saarbrücken und Illingen mit Abgeordneten des saarländischen Landtags diskutierten. Das Projekt „Media & Me“ der Landesmedienanstalt begleitete die Veranstaltung.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise fanden die Europaklassen in diesem Jahr in Form einer online Veranstaltung und in kleinerem Rahmen statt, das sonst übliche Treffen im Landtag war leider nicht möglich. Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler sich mit dem gestellten Thema auseinandergesetzt und eigene Projekte und Ideen erarbeitet.

„Als Landtagspräsident habe ich mir die weitere Öffnung des Parlamentes für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zur Aufgabe gemacht, eine Aufgabe, die ebenso digital erfüllt werden kann. Dabei ist es mir wichtig, insbesondere auch die nachfolgenden Generationen anzusprechen, um ihr Interesse an Politik zu wecken und ihnen wichtige demokratische Werte zu vermitteln“, betont Landtagspräsident Stephan Toscani die Bedeutung der politischen Bildung.

Die Schülerinnen und Schüler von zwei neunten Klassen des Illtalgymnasiums in Illingen und einer dreizehnten Klasse der Berufsschule TGBBZ2 in Saarbrücken konnten die Ergebnisse eines Europaprojekts ihrer Klasse dem Landtag des Saarlandes und den beteiligten saarländischen Europa-Akteuren präsentieren. In kleinen Gesprächsrunden konnten sie den Abgeordneten Fragen zur Zukunft Europas und der Großregion stellen und Themen ansprechen, die ihnen wichtig sind. Ziel dabei war es, die Stimme der Jugendlichen zu stärken.
Neben den Abgeordnete Frank Wagner (CDU), Hans Peter Kurtz (SPD) und  Dennis Lander (DIE LINKE) stellte sich Landtagspräsident Stephan Toscani den Fragen der Schülerinnen und Schülern.

„Die Zukunft Europas liegt den Jugendlichen genau wie mir sehr am Herzen. Das haben die Kurzvorträge und die Diskussionsrunden am Ende deutlich gezeigt. Aber auch der Umweltschutz und die Digitalisierung stellen für sie wichtige Themen dar“, berichtet Landtagspräsident Stephan Toscani erfreut von dem politischen Interesse der Jugendlichen.

Europaminister Peter Strobel wies im Rahmen eines Grußwortes auf die „Konferenz zur Zukunft Europas“ hin, die offiziell am 09. Mai 2021 startet. Dort können sich alle Bürger/-innen und Organisationen mit Veranstaltungen und eigenen Ideen an der Ausgestaltung der  Zukunft Europas beteiligen.

Im Rahmen der digitalen Projektpräsentationen haben die Klassen des Illtalgymnasiums die Themen „Digitalisierung von Schulen“ und „Plastikmüll“ aufgegriffen. Die Klasse des TGBBZ2 stellt das zusammen mit Gruppen aus Frankreich und Luxemburg betriebene Gartenbauprojekt „Synhortus“ vor.

Einen besonderen Stellenwert in der Diskussion mit den Abgeordneten hatte das Thema Digitalisierung in Schulen, wobei auch der Ausbau von Telekommunikationsnetzen und die Entwicklung im europäischen Bereich zur Sprache kam. Ebenso fanden aktuelle umweltpolitische Themen wie die Vermeidung von Plastikmüll, Klimaziele sowie klimaneutrale Antriebssysteme im Verkehr. Unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Lage wurden u.a die Themen Impfen für Jüngere und der Umgang mit Bürgerrechten thematisiert.

Hinsichtlich aktueller europapolitischer Themen wurde vor dem Hintergrund des Brexit die schwierige Frage nach dem Austritt aus der EU sowie der Vorbereitung auf die damit verbundenen Probleme aufgeworfen. Ebenso wurden fehlende europäische Steuer- und Sozialpolitik, die Lage von Flüchtlingen (Lager, Aufnahme, Dauer von Asylverfahren) sowie der Umgang mit eher autoritär und national orientierten Mitgliedstaaten angesprochen.

Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie die Legalisierung von Cannabis, den Umgang mit Minderheiten oder die Abgabe von Hygieneartikel in Schulen und öfftl. Gebäuden angesprochen.

Der Landtagspräsident zeigte sich angesichts der gelungenen Beiträge zuversichtlich, dass das Thema Europa mit Überzeugung und großer Leidenschaft weiterhin von den Jugendlichen verfolgt werden wird:

„Über das politische Interesse der jungen Leute habe ich mich sehr gefreut. Die Zukunft Europas liegt ihnen sichtlich genau wie mir sehr am Herzen. Das haben die Kurzvorträge und die Diskussionsrunden am Ende deutlich gezeigt. Aber auch politische Teilhabe von jungen Leuten, Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie die Digitalisierung sind für sie wichtige Themen. Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit sind in Europa selbstverständlich, jedoch ist das nicht zwingend in anderen Teilen der Welt so. Die Europäische Union schafft einen Rahmen, um dieses Lebensmodell zu ermöglichen. Daher bin ich davon überzeugt, dass es wichtig ist, sich für die Zukunft Europas zu interessieren.“

     

Die „Europa-Klassen“ werden gemeinsam vom Landtag des Saarlandes, dem  Ministerium für Finanzen und Europa Saarland, dem EUROPE DIRECT Saarbrücken, der Europäischen Akademie Otzenhausen, der Europa-Union Saar und den Jungen Europäischen Föderalisten Saarland organisiert. Für das kommende Jahr hoffen die Veranstalter wieder auf eine Präsenzveranstaltung im Landtag.

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