Baumpflanzung mit Umweltminister Reinhold Jost und der Synagogengemeinde Saar im Bliesgau

16.03.21

Baumpflanzung mit Umweltminister Reinhold Jost und der Synagogengemeinde Saar

 

Das Umweltministerium des Saarlandes, vertreten durch Minister Reinhold Jost, übergab am 16. März feierlich 10 Apfelbäume sowie die Nutzungserlaubnis eines Feld- und Wiesengrundstücks im Mandelbachtal an die Vertreter der Synagogengemeinde Saar Ricarda Kunger, Nathalie Shabanzadeh (Vorstand) und Yoram Ehrlich (Repräsentanz).

Nach der jüdischen Tradition dürfen die ersten 3 Jahre keine der Früchte eines Baumes verzehrt werden, dennoch ist die Pflege der Bäume in dieser Zeit ganz besonders wichtig.

Sie sehen von links nach rechts: Benjamin Chait (Kantor und Seelsorger der Synagogengemeinde Saar), Reinhold Jost (Umweltminister), Prof. Roland Rixecker (Beauftragter für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus), Udo Weyrath (Kurator Naturlandstiftung Saar), Ricarda Kunger (Vorstandsvorsitze der Synagogengemeinde Saar), Silvia Becker (Erste Beigeordnete der Gemeinde Mandelbachtal), Maria Vermeule (Bürgermeisterin der Gemeinde Mandelbachtal), Nathalie Shabanzadeh (Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Saar), Johannes Guagnin (Hauptdelegierter des JNF-KKL Jerusalem für Deutschland), Yoram Ehrlich (Repräsentant der Synagogengemeinde Saar).

Das Foto stammt von Dessi Chait (Geschäftsführung der Synagogengemeinde Saar).

Es folgt die Pressemeldung des Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes.

Im Rahmen des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ pflanzten am 16.03.2021 Umweltminister Reinhold Jost, Naturlandstiftungskurator Udo Weyrath mit Vertretern der Synagogengemeinde Saar und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft eine Streuobstwiese in der Gemeinde Mandelbachtal.

Als besondere Gäste beteiligten sich an der Pflanzaktion der Beauftrage der Landesregierung für das jüdische Leben im Saarland und gegen Antisemitismus, Herr Prof. Roland Rixecker, Frau Bürgermeisterin Maria Vermeulen und der Vertreter des Jüdischen Nationalfonds in Deutschland, Herr Johannes Guagnin. Letzterer war auf besonderen Wunsch des Ministers bereits vor der Pflanzaktion zu einem gemeinsamen Austausch ins Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eingeladen.

„Den Folgen des Klimawandels müssen wir gemeinsam entgegentreten. Deshalb freue ich mich sehr, dass Herr Guagnin meiner Einladung gefolgt ist und uns aus seinem Erfahrungsschatz als Forstingenieur und der Arbeit des jüdischen Nationalfonds berichtet hat. Wir können in Zukunft in unseren Wäldern gemeinsam gute Projekte voranbringen und den deutsch-israelischen Erfahrungsaustausch fördern.“, freut sich Minister Reinhold Jost.

Der jüdische Nationalfonds ist die älteste und größte Umweltorganisation Israels mit Vertretern in rund 40 Ländern. Er widmet sich insbesondere der Förderung von nachhaltigem Wassermanagement und Infrastruktur sowie der Aufforstung. Zu den Hauptaufgaben des Jüdischen Nationalfonds gehört die Pflanzung neuer Wälder.

Die Förster des Fonds haben bis heute über 240 Millionen Bäume gepflanzt. Ebenso wichtig ist zudem die Bewahrung und Pflege von 4.000 Hektar bestehendem Naturwald sowie die Wiederherstellung alter Obsthaine in Israel.

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2021 nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesen Brückenschlag, um auf einer Fläche der Naturlandstiftung Saar in der Gemeinde Mandelbachtal eine Streuobstwiese mit alten heimischen Obstsorten anzulegen. Die Fläche soll in Zukunft von der Synagogengemeinde und der Naturlandstiftung gepflegt werden und die Möglichkeit bieten, insbesondere mit Jugendlichen Workshops zum Thema Natur- und Umweltbildung durchzuführen.

Die Vorsitzende der Synagogengemeinde, Frau Ricarda Kunger und Herr Yoram Ehrlich von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft erklärten vor diesem Hintergrund „Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Ernte der Früchte in ein paar Jahren und wünschen uns, dass diese Streuobstwiese hier im schönen Bliesgau ein Ort der Begegnungen und des Austauschs wird, insbesondere zwischen Jung und Alt. Wir müssen unseren Kindern die Liebe zur Natur vorleben und wir glauben, das wird hier gut gelingen.“

„Gepflanzt werden heute 10 Apfelbäume. Allesamt alte regionaltypische Sorten mit klangvollen Namen wie “Purpurroter Cousinot“ oder “Gelber Bellefleur“. Die Streuobstwiesen gehören mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Und gerade in der alten Kulturlandschaft des Biosphärenreservats Bliesgau sind diese Wiesen ein wichtiger Baustein und ein besonderes Merkmal.“, ergänzt Udo Weyrath von der Naturlandstiftung.

Die Naturlandstiftung Saar (NLS) setzt sich als älteste Naturschutzstiftung in Deutschland seit 1976 aktiv für unsere saarländische Heimat und unser Naturerbe ein. Im Stiftungsrat mit seinen 17 Mitgliedern sind Naturschützer wie z. B. der NABU und Naturnutzer wie z. B. der Bauernverband, aber auch das Umwelt-Ministerium, der Landkreistag des Saarlandes sowie mehrere Landesinstitutionen vertreten. Die NLS erwirbt ökologisch wertvolle Flächen, um die Lebensräume bedrohter Tiere und Pflanzen unserer Heimat als Grundlage für nachfolgende Generationen zu sichern, zu pflegen und zu entwickeln. Sie besitzt und betreut mittlerweile 121 Schutzgebiete.